Laufende Projekte

  • Betriebsbesuche

    Betriebsbesuche sind äußerst hilfreich für mich und meine Arbeit. Der Blick in die Unternehmen ist immer sehr aufschlussreich und der Austausch mit den Betriebsverantwortlichen ist eine Bereicherung und eine wichtige Erfahrung.  Es hilft mir, die Beschäftigungs- und damit auch die Wirtschaftspolitik möglichst optimal für die Bevölkerung der Deutschsprachigen Gemeinschaft zu gestalten.

    Im direkten Austausch mit den Unternehmern erfahre ich Dinge, die mir sonst verborgen blieben. Inzwischen habe ich rund 90 ostbelgische Unternehmen besucht und werde auch weiterhin diese Besuche fortsetzen.

  • Flächendeckender Netzausbau

    Der flächendeckende Netzausbau ist zurzeit ein Thema, für das ich mich verstärkt einsetze. Vor allem die südlichen Gemeinden Ostbelgiens sind von der schlechten Internet– und Mobilfunkabdeckung betroffen und kämpfen mit gravierenden Problemen bei der Telekommunikation. Seit Beginn des Jahres 2016 habe ich meine Kontakte mit dem zuständigen Föderalminister Alexander De Croo intensiviert, um konkrete Absprachen hinsichtlich der besten Vorgehensweise zu treffen, um das leidige Problem zu lösen. Um ein angepasstes Maßnahmenpaket zu schnüren, hat der Minister eine Umfrage in 39 Gemeinden des Landes durchführen lassen, wozu  auch nach meiner Intervention  Bütgenbach beigefügt wurde. Somit nahmen alle südlichen DG-Gemeinden mit dem Ziel teil, eine detaillierte Diagnose der Schwierigkeiten in den von schlechter Netzabdeckung betroffenen Gebieten, den sogenannten „weißen Zonen“, zu erstellen. Auf meine Einladung hin, konnte ich Föderalminister De Croo bei einem Treffen klar aufzeigen, dass die deutschsprachige Gemeinschaft eine Besonderheit dadurch aufweist, dass 60 Prozent des Gebiets von unzureichender Internet- und Mobilfunkabdeckung betroffen sind. Auch die rege Beteiligung  unserer Bevölkerung an der durchgeführten Umfrage, die mit einer Beteiligungsrate von nahezu 10 % der Haushalte und Betriebe viermal höher liegt als der Durchschnitt aller übrigen teilnehmenden Gemeinden, überzeugten den Minister von der Dringlichkeit der Investitionen in eine ausreichende Netzabdeckung in Ostbelgien. Ein flächendeckender Netzausbau dient dem Bürger, unserer Wirtschaft und im Allgemeinen der weiteren Entwicklung Ostbelgiens. Auch weiterhin werde ich Vermittlungs- und Lobbyarbeit leisten. Aufgrund der Zuständigkeiten der Deutschsprachigen Gemeinschaft hat die Regierung keine Befugnisse im Ausbau des Telekommunikationsnetzes.

  • Kultur macht Schule

    Der Grundgedanke des Projektes „Kultur macht Schule“ ist, dass Kinder über Schulprojekte an die Kultur herangeführt werden, damit sie früh den Zugang zur Kultur finden. Denn Kultur ermöglicht Kindern nicht nur einen differenzierteren Blick auf das Leben, sondern unterstützt sie auch in ihrer persönlichen Entwicklung. Auf Empfehlung einer Jury wurden 31 Projekte ausgewählt, aus denen die Schulen frei buchen können. Projekte von ostbelgischen Künstlern, aber auch von Anbietern außerhalb der Deutschsprachigen Gemeinschaft, werden in einem Katalog angeboten.

    Das Programm startete im Jahr 2013 und erreicht in diesem Schuljahr 10.913 Schülerinnen und Schüler in unserer Region. Insgesamt stellt die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft 152.500 Euro für die Nutzung der vielfältigen Angebote und zur Abdeckung der Honorarkosten zur Verfügung. Insgesamt haben 54 Schulen 216 Anträge im laufenden Schuljahr eingereicht. Mit diesem Vermittlungsprogramm ermöglicht „Kultur macht Schule“ jungen Menschen an ostbelgischen Schulen kulturelle Erlebnisse und Erfahrungen.

  • Organisation der Wahlen

    Einhergehend mit der Übernahme der Gemeindegesetzgebung am 1. Januar 2015, ist die Deutschsprachige Gemeinschaft zuständig für die Organisation der nächsten Gemeinderatswahlen am 14. Oktober 2018. In diesem Zusammenhang hat das PDG am 21. November 2016 das Dekret zur Abänderung des Kodex der Lokalen Demokratie und der Dezentralisierung insbesondere in Bezug auf die Gemeinderatswahlen verabschiedet. Ein Dekret welches ebenfalls meinerseits mit den Gemeindeverantwortlichen ausgearbeitet wurde.

    Die wesentlichen Änderungen sind:

    • Der Bürgermeister wird von den Ratsmitgliedern gewählt;
    • Einführung einer weiteren Unvereinbarkeit: die Mitglieder der Regierung der DG dürfen nicht Mitglied eines Gemeinderats sein;Einführung einer Unwählbarkeit für
    • die Regierungsmitglieder der DG, sie können somit auch nicht bei Gemeinderatswahlen kandidieren;
    • Das „Imperiali-Verfahren“ wird durch das „D’Hondtsche System“ ersetzt.

     

    Darüber hinaus freut es mich sehr, dass sich die Regierungen der DG und der Wallonischen Region am 6. Oktober 2016 geeinigt haben die zeitgleich stattfindenden Gemeinderatswahlen und die Provinzialratswahlen für die Kantonen Eupen und St. Vith elektronisch mit Papierbeleg abzuhalten. Erstmalig übernimmt die DG die Organisation dieser Wahlen. Zu dieser allumfassenden Arbeit gehören u.a. der Ankauf der neuen Wahlcomputer und die Festlegung aller Schritte, die für eine perfekte Durchführung der Wahlvorgänge benötigt werden.

  • Reform der Gemeindegesetzgebung

    Im Bereich der lokalen Behörden wurden weitere Zuständigkeiten von der Wallonischen Region an die Deutschsprachige Gemeinschaft übertragen. Seit dem 1. Januar 2015 ist die DG selbst für das Gemeindegesetz zuständig und kann somit die Funktionsweise der neuen DG-Gemeinden autonom festlegen. Ich werde die neue Zuständigkeit dazu nutzen, die Organisation und Funktionsweise der deutschsprachigen Gemeinden und Interkommunalen besser an die Bedürfnisse anzupassen und die administrativen Abläufe zu vereinfachen.

    Die dazu nötige Gesetzesnovellierung wird mit den Betroffenen, insbesondere mit den Gemeindeverantwortlichen, vorbereitet. Diese Arbeit wurde 2015 begonnen und wird 2017 weitergeführt. 2017 soll dann auch der Dekretentwurf im Parlament eingereicht und besprochen werden.

  • Regionales Entwicklungskonzept (REK) - Zukunftsprojekte

    Im Mai 2008 hat die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft die Erarbeitung eines Regionalen Entwicklungskonzeptes (REK) in Auftrag gegeben, um einen abgestimmten Zukunftsentwurf für Ostbelgien zu entwickeln. Das REK geht als Wegweiser in der Zukunftsgestaltung über Legislaturperioden hinaus und wird in allen Zuständigkeiten der Deutschsprachigen Gemeinschaft umgesetzt, um das Ziel zu erreichen, ein perspektivenreiches Ostbelgien zu schaffen. „Ostbelgien leben 2025“ lautet das Leitbild des REK und formuliert eine Zukunftsvision für Ostbelgien als Grenzregion, Wirtschaftsregion, Bildungsregion, Solidarregion und Lebensregion. Die erste Umsetzungsphase mit 16 Zukunfts- und 48 Teilprojekten wurde bereits vollzogen. Unter anderem wurde ein Kulturdekret zur Professionalisierung der Kulturarbeit erarbeitet, eine Strategie zur Vermarktung hochwertiger, regionsspezifischer Produkte aus Ostbelgien geschaffen und die Kultur- und Kreativwirtschaft durch eine Vielzahl von Projekten gefördert. Dies ist das Ergebnis der Zusammenarbeit aller Akteure und der Entwicklung dieses Regionalen Entwicklungskonzepts.

    Mit der neuen Legislaturperiode 2014-2019 begann die zweite Umsetzungsphase (REKII), die 24 Zukunftsprojekte beinhaltet. Neben den Zukunftsprojekten gibt es zusätzlich in dieser Umsetzungsphase die drei Querschnittsthemen „Inklusion“, „Jugend“ und „Standortmarketing“, nach denen sich die Zukunftsprojekte gliedern.

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  • Beschäftigung steigern und Fachkräfte sichern - Zukunftsprojekt REK-II

    Derweil Ende 2016 rund 2.650 Bürger der Deutschsprachigen Gemeinschaft arbeitsuchend sind, suchen gleichzeitig jeden Monat dutzende Arbeitgeber nach geeigneten Mitarbeitern und Fachkräften, manchmal ohne Erfolg. Wie ist das möglich? Es stimmt: Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt stimmen nicht immer überein. Zuweilen liegen Welten zwischen Ideal und Wirklichkeit. Mitunter fehlt jedoch gar nicht so viel, damit es passt. Die Frage, wie wir die Potenziale unseres Arbeitsmarktes noch besser ausschöpfen können, ist von größter gesellschaftlicher Bedeutung,  gleichermaßen für die Bürger und Unternehmen Ostbelgiens.

    Die im Zuge der 6. Staatsreform mit der Wallonischen Region ausgehandelte Übertragung der Zuständigkeiten im Bereich Beschäftigung bietet nunmehr die einzigartige Chance, ein auf die Bedürfnisse unseres Arbeitsmarktes angepasstes Maßnahmenpaket zu schnüren. Dies geschieht in enger Absprache und Konzertierung mit allen betroffenen Akteuren und den Sozialpartnern. Nach der bereits erfolgten Ansiedlung der Kontrolle der Arbeitslosen im Arbeitsamt der Deutschsprachigen Gemeinschaft  und der Vereinfachung des Systems der lokalen Beschäftigungsagenturen, die ebenfalls im Arbeitsamt angesiedelt werden, genießt die Reform der Beschäftigungsmaßnahmen  nun unsere oberste Priorität.

    Unser Ziel ist, die Beihilfen einfacher, transparenter und gleichzeitig effizienter zu gestalten.  Da Erwerbsarbeit eine wichtige, gesellschaftspolitische Komponente darstellt, die zur wirtschaftlichen Teilhabe und zur sozialen Integration beiträgt, legen wir auch den Fokus auf die Vermittlung der Arbeitsuchenden.   Ein wichtiges Pilotprojekt ist „Vermittlung wie aus einer Hand“ , das im Frühjahr 2016 gestartet ist. Die dort getesteten Maßnahmen zielen darauf ab, jenen Drehtüreffekt einzudämmen, der Arbeitsuchende von einer Einrichtung in die nächste und zurück befördert. Dieser Prozess verbraucht viel Energie, die Betreuern und Betroffenen oftmals fehlt. In enger Zusammenarbeit mit allen Akteuren des Terrains werden wir prüfen, wie wir aufgrund der neuen Möglichkeiten, die uns die sechste Staatsreform bietet, Reibungs- und Informationsverluste eindämmen können, zum Beispiel über technische Lösungen. So möchten wir unser Ziel erreichen, eine optimale, auf den Menschen angepasste Dienstleistung in Vermittlung und Begleitung zu garantieren.

  • Ostbelgien erleben - Zukunftsprojekt REK-II

    Durch unsere Region führen etwa 2.400 km Wanderwege und diese sind nicht immer aufeinander abgestimmt. Sie begrenzen sich manchmal auf eine oder zwei Ortschaften und ermöglichen nicht immer eine Fernwanderung durch das gesamte Gebiet.  Aus diesem Grunde hat die Tourismusagentur Ostbelgien (TAO) ein Wanderknotenpunktsystem ausgearbeitet, was sich wie ein Netz über Ostbelgien legen wird. In zahlreichen Versammlungen mit den Verkehrsvereinen, mit den Gemeinden und der Forstverwaltung wurde hier ein modernes Instrument geschaffen, das in Form einer App überall abrufbar ist.

    Konkret beginnt im Herbst 2017 die Umsetzung. Vorläufer waren wir auch schon mit dem VéloTours-Netz, das sich über eine Gesamtlänge von 820 km erstreckt. Dieses besteht seit nunmehr zehn Jahren, sodass verschiedene Korrekturen vorgenommen werden mussten. Die für die touristische Produktentwicklung zuständige TAO hat auch hier wieder ganze Arbeit geleistet.  Schließlich wird die Beschilderung erneuert und den übrigen belgischen Standards angepasst. Für die Finanzierung konnte die Provinz gewonnen werden.  Der RAVeL ist in unbestrittener Weise das Erfolgsprodukt des ostbelgischen Tourismus.

    Durch die hier erworbene Expertise und die zahlreichen guten Kontakte ist es zuletzt noch gelungen, dass Projekte wie Steinbach(Weismes) bis St. Vith, oder Worriken bis nach Buchholz vorgezogen werden konnten.  Aktuell arbeiten wir als Leadpartner an einem Interreg Projekt, das als Ziel die Verbesserung der Fahrbahn auf dem Gebiet der Gemeinde Burg-Reuland hat, die Verlängerung des Ravel von Troisvierges zur interessanten Touristenstadt Clervaux vorsieht sowie über Gouvy bei Bastogne den internationalen Eurovelo (London-Rom) erreicht,  der auf Ebene der Großregion wesentliche Verbesserungen erfährt.

  • Kreativindustrie als Wirtschaftschance – Zukunftsprojekt REK-II

    Ostbelgien gehört zu den „kreativsten“ Regionen: die Kultur- und Kreativwirtschaft (KKW) stellt einen Anteil von ungefähr 2,5 % der Bruttowertschöpfung am Bruttoinlandsprodukt Ostbelgiens dar. Nach Expertenmeinung leistet sie einen sehr wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Wertschöpfung und beeinflusst die Entwicklung des Erwerbstätigenmarktes positiv mit der Schaffung von sowohl hoch- als auch geringqualifizierten Arbeitsplätzen. Unbestritten ist auch, dass die KKW einen wichtigen Einfluss auf die Innovationsfähigkeit der Wirtschaft nimmt und einen Wachstumsmarkt für Künstler, Kulturberufe und kreative Berufe schafft. Der Kultur- und Kreativsektor ist Träger oder sogar Treiber von Jobs und schafft Selbstständigkeit.

    Die Veranstaltungsreihe „How I met my Idea“ ist ein Paradebeispiel für vernetztes Handeln der diversen Akteure in Ostbelgien. Die Veranstaltungsreihe zeigt innovative Geschäftsideen, macht Mut zur Selbstständigkeit und schafft Netzwerke zwischen den KKWlern und ebenso mit dem Rest der Wirtschaft und Gesellschaft. Um die Netzarbeit weiter voranzubringen wird ein individuelles Beratungsangebot für die Kreativwirtschaftler in Ostbelgien aufgebaut. Hier wird das Know-how der vollzähligen Beratungsorganisationen wie der WFG und smart.be vernetzt. Branchentypische Veranstaltungen, Informationen in deutscher Sprache und ein gesichertes Beratungsangebot mit messbarer Nachfrage sorgen für Sichtbarkeit.

  • Kulturelle Bildung - Zukunftsprojekt REK-II „Kultur im Fokus“

    Kulturelle Bildung bedeutet Bildung zur kulturellen Teilhabe am künstlerisch kulturellen Geschehen einer Gesellschaft. Im Band IV des Regionalen Entwicklungsprojektes wird beschrieben, dass sie insbesondere bei Kindern und Jugendlichen die Freude an der Kunst wecken und künstlerische Begabungen entdecken und fördern soll. Sie leistet einen Beitrag zur Selbstentfaltung junger Menschen, indem sie ihnen durch das Erlernen verschiedener künstlerischer Techniken und das Näherbringen verschiedener Kunstrichtungen, den Zugang zur Kunst ermöglicht.

    Die Vermittlung der Kulturelle Bildung ist Auftrag der zahlreichen aktiven geförderten Träger wie Kulturzentren, Veranstalter, Produzenten, Amateurkunstvereinigungen, Musikakademie, kreative Ateliers, Museen usw. Nun sollen die Schulen in diesen Prozess integrieren werden, indem die kulturellen Angebote in die Bildungseinrichtungen hineingetragen werden. Eine Bestandsaufnahme der Akteure soll erstellt und daraufhin ein Rundtisch mit den betroffenen Akteuren zur besseren Vernetzung organisiert werden.

  • Kreative Freizeitangebote - Zukunftsprojekt REK-II „Kultur im Fokus“

    Zum Thema der Aus- und Weiterbildung im Kultur- und Kreativbereich hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass es eine große Nachfrage in Ostbelgien gibt. Eine Reihe neuer Angebote von unterschiedlichen Trägern, die vor allem für Kinder und Jugendliche während der Schulferien stattfinden, sind sehr beliebt. Diese Angebote sind wichtige Instrumente zur Kulturvermittlung, da sie junge Menschen früh und spielerisch an kulturelle Inhalte heranführen. Angesichts des wichtigen gesellschaftlichen Beitrags zur Kulturvermittlung, den diese Angebote leisten, muss die derzeitige Gesetzgebung überprüft und gegebenenfalls den aktuellen Anforderungen angepasst werden.

  • Mobilität und Vernetzung - Zukunftsprojekt REK-II „Kultur im Fokus“

    Warum ist Mobilität so wichtig für Künstler? Die Förderung der Mobilität und des Austauschs ist für regionale Künstler einerseits ein gangbarer „Weg nach draußen“, der ihnen Zugang zu einem breiteren Publikum und somit zu einem größeren Markt verschafft. Andererseits sollen aber auch auswärtige Zuschauer auf das Kulturschaffen in Ostbelgien aufmerksam gemacht werden.

    Auch die Europäische Kommission hat die Mobilität zu einem der Förderschwerpunkte für das Kulturförderprogramm „Creative Europe“ auserkoren. Das Konzept „Mobilität“ besitzt dabei viele Facetten: Tourneen, Gastauftritte, Schaffung von Netzwerken und die Einrichtung von Artist-in-Residence-Programmen. Die Förderung der professionellen Kulturträger ist mit dem neuen Kulturförderdekret deutlich erhöht worden. Für unabhängige Künstler würde sich aber anbieten, über Stipendien eine entsprechende Finanzierung zu ermöglichen. Die Schaffung von Künstlernetzwerken zum Austausch von Ideen und zur Entwicklung gemeinsamer Initiativen soll die Knüpfung von richtigen Verbindungen ermöglichen. Dies wird unter anderem im Rahmen des Projekts „Kreativindustrie als Wirtschaftschance“ umgesetzt.

    Ein interessantes Konzept in diesem Zusammenhang ist die Idee der virtuellen Mobilität. Websites wie my space oder Youtube bieten Künstlern die Gelegenheit, ihre Arbeit rasch und effizient zu präsentieren und zu verbreiten. Die DG hat in diesem Kontext bereits erste Workshops angeboten.

  • Medienkompetenz stärken - Zukunftsprojekt REK-II

    Medienkompetenz ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg des Einzelnen in der Schule, aber auch im Studium, in der Forschung und im Beruf. Alle ostbelgischen Bürger sollen im Sinne der Bildungsgerechtigkeit die Chance haben, sich Medienkompetenz im beruflichen und privaten Umfeld anzueignen und diese Kenntnisse ständig weiterzuentwickeln. Dabei geht es nicht nur darum, die vielfältigen elektronischen Endgeräte bedienen zu können, sondern auch darum, die große Bandbreite der Medien kritisch zu hinterfragen. Nicht alles, was veröffentlicht wird, ist richtig und wahr.

    Dies ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nur durch das Zusammenspiel zahlreicher Akteure erreicht werden kann. Der rahmenplanorientierte Leitfaden zur Entwicklung von Informations- und Medienkompetenz, der in der vergangenen Legislaturperiode veröffentlicht wurde, legt ein nach Kompetenzen und Altersstufen gegliedertes Raster für das Unterrichtswesen vor. Dieser Leitfaden erreicht alle ostbelgischen Schüler vom Kindergarten bis zum Abitur. Das Medienzentrum der DG organisiert zudem regelmäßig Medienveranstaltungen für alle Bürger. Die Mitarbeiter sammeln Informationen, schaffen Netzwerke und verstehen sich als Partner und Ratgeber bei allen Fragen rund ums Thema Medien.

  • Quellensicherung: Nutzung des Kulturerbeportals durch externe Träger des Kulturerbes

    Im Rahmen des REK-II-Zukunftsprojekts „Geschichte erleben“ wird Geschichtsarbeit weiter unterstützt. Geplant ist unter anderem die Sicherung bisher wenig beachteter Quellen (Film, Ton, Oral History, Privatarchive), die DG als Raum der historischen Forschung zugänglicher zu machen, Geschichtsvereine und gesellschaftliche Initiativen zu stärken und die Präsenz von Geschichte über neue Medien und innovative Wege zu verstärken.

    Koordinationsort dieser Bemühungen wird eine beim Staatsarchiv angesiedelte Plattform von Regionalhistorikern. Als technische Plattform, insbesondere für die Quellensicherung, soll hierfür vorzugsweise auf das Kulturerbearchiv zurückgegriffen werden: Das Kulturerbearchiv ist eine Datenbank, die der Sicherung der fotografischen Quellen und Dokumente des Archivs dient. Die Software wurde bewusst so angelegt, dass auch externe Nutzer, wie Museen und Geschichtsvereine, die Möglichkeit haben, dieses Instrument zur Datensicherung zu nutzen. Aus diesem Archiv generiert sich die Webseite des Kulturerbeportals. Zur Unterstützung des Prozesses zur Quellensicherung sollen externe Träger vom Ministerium bei der Einpflege ihrer Daten in das Kulturerbearchiv begleitet werden.

  • Vollstreckungsmaßnahmen Denkmalschutz

    2008 ist das Denkmalschutzdekret im Parlament verabschiedet worden. Das Denkmalschutzdekret war allerdings in der Optik einer zeitnahen Übertragung der Raumordnung verfasst worden, so dass der administrative Unterbau des Dekrets bewusst leicht gehalten worden war. Acht Jahre nach Inkrafttreten des Denkmalschutzdekrets ist festzustellen, dass der Denkmalschutz nicht über die erforderlichen Instrumente verfügt, die zur Umsetzung einer solchen Regelmaterie notwendig sind. Hauptknackpunkt ist die Ahndung von Arbeiten, die ohne Denkmalgenehmigung durchgeführt worden sind. Es ist daher Ziel, über die Einführung adäquater Instrumente nachzudenken, die zur glaubwürdigen Durchsetzung einer Regelmaterie erforderlich sind. Das Denkmalschutzdekret soll juristisch auf die Durchführbarkeit der derzeit vorgesehenen Ahndungsmöglichkeiten überprüft werden und entsprechende zusätzliche Instrumente sollen erarbeitet werden.

  • Aktualisierung der Verzeichnisse für Kleindenkmäler und andere bedeutende Gebäude

    Die DG verfügt über ein Denkmälerverzeichnis pro Gemeinde aus dem Jahre 1989. Im Jahre 2004 entstand auf Initiative der damaligen Regierung das „Denkmalregister“, wo die Bevölkerung aufgerufen wurde, für ihre Ortschaften Verzeichnisse für Kleindenkmäler und andere bedeutende Gebäude zu erstellen. Diese Initiative wurde in das Denkmalschutzdekret integriert. Die anfängliche Euphorie zur Erstellung eines solchen Verzeichnisses hat bei der lokalen Bevölkerung stark nachgelassen, so dass in den letzten Jahren keine neuen Verzeichnisse eingereicht wurden. Es obliegt nun faktisch der Verwaltung, diese Verzeichnisse pro Ortschaft zu erstellen und zu aktualisieren.

    Die Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen, sind erfasst. Aber unsere Gegend weist darüber hinaus einen wertvollen historischen Baubestand auf. Um diesen Bestand systematisch zu erfassen, ist eine komplette Überarbeitung der bestehenden Verzeichnisse geplant sowie die Erstellung der fehlenden Verzeichnisse für alle Ortschaften der DG.

  • Engagement bewegt - Zukunftsprojekt REK-II

    Die meisten von uns sind auf die eine oder andere Weise ehrenamtlich tätig. Manchmal wissen wir es selber nicht, dass unser Tun und Handeln unter den Begriff EHRENAMT fällt. Das Ziel des REK-Projekts ist die Ehrenamtsarbeit in der DG mehr zu unterstützen. Bürgerengagement und Vereinsarbeit sind nach wie vor eine tragende Säule unserer Gesellschaft und wichtig für die regionale Entwicklung in der DG. Die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Freiwilligenarbeit ist eine permanente Aufgabe. Die regelmäßigen Netzwerktreffen geben den ehrenamtlichen Akteuren und auch ihren Einrichtungen einen interessanten Ort um Erfahrungen auszutauschen.

    Ebenfalls werden regelmäßige Informationsveranstaltungen „Ich hab da mal ne Frage“ im Norden und im Süden der DG organisiert. Alle zwei Jahre findet der Infomarkt statt, der in diesem Jahr für den 21. November 2017 in St. Vith – parallel zum Kathrinen Markt- geplant ist. Weitere Initiativen sollen auf den Weg gebracht werden, um das Ehrenamt weiterhin zu stärken.

  • Jugend ist Zukunft - Querschnittsprojekt Jugend REK-II

    Den Rahmen der heutigen Jugendpolitik steckt das 2011 verabschiedete Dekret zur Förderung der Jugendarbeit. Ziel ist es, das Interesse junger Menschen für eine individuelle, soziale und kulturelle Entwicklung zu wecken und da Unterstützung anzubieten, wo es unter Berücksichtigung ihrer persönlichen Interessen und Bedürfnisse sinnvoll ist. Jugendliche erwerben wesentliche Fähigkeiten, die sie für das Leben in unserer Gesellschaft brauchen : Selbstständigkeit, Verantwortung, Teamgeist, Konfliktkompetenz und ganz wichtig Selbstvertrauen.

    Ein Grund mehr die nicht-formalen Kenntnisse, die der Jugendliche durch Engagement in der Gesellschaft und insbesondere in der Jugendarbeit erwirbt, anzuerkennen. Jugendarbeiter sind die wichtigsten Multiplikatoren für Jugendliche und daher von entscheidender Bedeutung für eine wissensbasierte Jugendarbeit in der DG. Das A und O dabei ist Menschen für diese abwechslungsreiche und spannende berufliche Herausforderung zu gewinnen. Eine spezifische Ausbildung soll Abhilfe schaffen, diesen spezifischen Fachkräftemangel zu beheben.

  • Vorbereitung des Jugendberichtes - Jugendstatistik für die DG

    Um ein besseres Wissen über die Situation junger Menschen und der Jugendpolitik zu generieren, soll ein Jugendbericht erstellt werden. Dieser soll dazu beitragen mittel- und langfristig die Politikgestaltung Ostbelgiens wissensbasiert zu verbessern, damit diese den Bedürfnissen der jungen Menschen besser entspricht. Erstmals soll im Jahr 2018 die Jugendberichterstattung erfolgen. Die Ergebnisse dienen dazu, die Schwerpunktthemen für den Jugendstrategieplan auszuarbeiten.

  • Die Sportstättenentwicklungsplanung

    Um zu wissen, wie die strategische Ausrichtung der künftigen Sportstätteninfrastrukturen der DG bestenfalls und bedarfsorientiert aussehen soll, ist es zunächst wichtig zu erfahren, wie das sportliche Verhalten der Menschen in der DG aussieht. Bedarfs- und zukunftsorientiert, das heißt auch den mittel- und langfristig anstehenden Entwicklungen Rechnung zu tragen. Der Breitensport ist in einer ständigen Entwicklung und daher hat der Wandel auch in den Sportstätten Einzug gefunden. Eine wissenschaftliche Analyse begleitet den Prozess der Planungen. Gemeinsam mit allen Akteuren, angefangen bei der Bevölkerung, über die Vereinen und den Gemeinden, erfasst die Studie die Sportlandschaft in der DG.

    Die Breitensportentwicklungsstudie wurde im März 2017 der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Diese Resultate und Empfehlungen sind wichtig für die zukünftige Entwicklung der Sportförderpolitik der DG sowie der Investitionspolitik in die Sportstätten auf dem Gebiet der DG. Die Resultate werden nun bearbeitet im Rahmen eines Aktionsplanes und mit den Akteuren der Sportwelt und den Gemeinden konzertiert und umgesetzt.