Die Auswirklungen der Corona-Pandemie auf die psychische Gesundheit vor allem von Kindern und Jugendlichen sind in den Vordergrund der öffentlichen Diskussion gerückt, womit der neue Stufenplan zur Lockerung der Beschränkungen mehr Ermessensspielraum im Bereich auch der kulturellen Bildung hergibt. Das ermöglichte es Ministerin Isabelle Weykmans eine Reaktivierung der Angebote im Rahmen von „Kultur macht Schule“ vorzunehmen.

Auch in den Aulen und Räumen der Schulen ist es im letzten Jahr still um die Kultur geworden. Keine Erlebniswerkstätten mehr, keine Theaterworkshops und keine Filmkurse. Das Förderprogramm „Kultur macht Schule“ lebt vom Austausch, von der Interaktion und dem Kontakt der Kinder und Jugendlichen mit Medien, Materialien, Texten, Küntlern*innen und Kulturorten. Das war in dieser Form im Rahmen strengster Kontaktbeschränkungs- und Hygienemaßnahmen nicht mehr möglich. Innerhalb des Schulgebäudes durften sich keine Erwachsenen aufhalten, die nicht dem pädagogischen, administrativen oder dem für die Instandsetzung eingesetzten Personal angehörten.

Ab heute, dem 15. März, zählen Personen, die im Rahmen von „Kultur macht Schule“ den Schulbereich betreten müssen, auch als essenzielle Drittpersonen. Dies bedeutet konkret, dass unter Einhaltung entsprechender Maßnahmen Projekte wieder in den ostbelgischen Schulen stattfinden dürfen. Natürlich gilt die Masken- und Abstandspflicht und die Schüler müssen in ihrem Klassenverband bleiben. Bei Projekten außerhalb der Schule gelten die entsprechenden Regeln des Sektors, zu dem der außerschulische Lernort gehört. Letztendlich ist aber immer das Einverständnis des Schulleiters zur Durchführung der Aktivität erforderlich.

Unseren Kindern und Jugendlichen kulturelle Aktivitäten vorzuenthalten nimmt unseren Kindern und jungen Menschen die Möglichkeit, über die Auseinandersetzung mit Kultur, Kunst und Medien diese historische Krise reflektiert zu verarbeiten.“, meint Isabelle Weykmans und fügt hinzu, „Unsere Lehrpersonen und unsere Schulleiter*innen müssen schon vieles auffangen, was Kinder und Jugendliche an Fragen, Frust und Überforderung durch diese Krise in die Schule mitbringen. Lassen wir Kultur ihnen bei dieser Aufgabe zur Seite stehen!“

Kulturanbieter für gebuchte Projekte des Programms „Kultur macht Schule“ werden gebeten, sich an die jeweiligen Schulleitungen zu wenden, um alle organisatorischen Fragen zu klären. Sollte ein Projekt aus terminlichen oder anderen Gründen von Seiten der Schule oder des Anbieters nicht durchführbar sein, so erhält der Anbieter ein entsprechendes Ausfallshonorar, wie im Vertrag vorgesehen.

Weitere Infos: Andre Schmatz, [email protected] oder auf Ostbelgien Bildung – Neues Schuljahr, neuer Katalog „Kultur macht Schule 2020-2021“