Die Jugendkommission startet mit neuer Besetzung und neuem Fokus auf ihre Kernaufgabe: Lösungsinstrumente für die Herausforderungen im Jugendbereich zu entwickeln. Dabei will sie sich in der neuen Legislatur mit der Stärkung der mentalen Gesundheit von Jugendlichen beschäftigen und die interkulturelle Jugendarbeit fördern.           

Die 2018 eingesetzte Jugendkommission hatte sich als Bindeglied zum Jugendsektor verstanden und in dieser Funktion war sie entscheidend im breitangelegten Evaluierungsprozess des Dekretes zur Jugendförderung beteiligt. Dieses Dekret definiert die Hauptanliegen der Jugendsozialarbeit und setzt den Rahmen der öffentlichen Unterstützungsmöglichkeiten fest. Demnach sollen Kinder und Jugendliche im außerschulischen Kontext begleitet werden mit dem Auftrag, ihnen ein Angebot zur Gemeinschaft zu unterbreiten und sie zu selbstbestimmten jungen Erwachsenen zu befähigen.

Auch die neue Jugendkommission, die am Dienstagabend eingesetzt und mit Ihrer Arbeit begonnen hat, wird am Entstehungsprozess des voraussichtlich am 01. Januar 2022 in Kraft tretenden Jugenddekretes involviert sein. Hierbei soll mit verbesserten Rahmenbedingungen im Bereich der Entlohnung, der Anerkennung von Diplomen und der Schaffung von neuen Funktionen in der Sozialarbeit dem zunehmenden Fachkräftemangel entgegnet werden. Außerdem soll der digitalen Lebenswirklichkeit der Jugendlichen mit modernen digitalpädagogischen Konzepten Rechnung getragen werden.

Eine weitere wichtige Aufgabe der Jugendkommission bleibt weiterhin die Organisation von Aus- und Weiterbildungen für Jugendliche und die Jugendsozialarbeiter*innen. Um aufkommende Tendenzen und Veränderungen kurzfristig aufzugreifen und den Jugendarbeitern das notwendige Rüstzeug mitzugeben, sind die Aus- und Weiterbildungen das ausschlaggebende Hilfsmittel. Die ersten Themenschwerpunkte wurden nach Einsetzung der neuen Mitglieder bereits festgelegt.

Zum einen soll die interkulturelle Jugendarbeit, auch verbindende Jugendarbeit genannt, gefördert werden, die Verständnis für Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen aufbaut und zur Überwindung von Trennungen beiträgt. Zum anderen soll die mentale Gesundheit von Jugendlichen in Workshops gestärkt werden.

„Jugendsozialarbeiter, ob ehrenamtlich oder hauptberuflich, üben ein verantwortungsvolles Amt aus und müssen von der öffentlichen Hand die nötige Förderung erhalten sowie die richtigen Werkzeuge an die Hand bekommen. Sie schließen die Lücke zwischen der schulischen und elterlichen Erziehung, um die Jugend für die Teilhabe an der Gestaltung unserer Gesellschaft zu stärken. Sie sind die Experten ihres Bereichs und sollten daher, vertreten in der Jugendkommission, an der Verbesserung der Rahmenbedingungen ihres Arbeitsbereichs engstmöglich beteiligt sein.“, resümiert Jugendministerin Isabelle Weykmans bei der gestrigen Einsetzung der neuen Mitglieder.

Die neuen Mitglieder der Jugendkommission:

Vorname Name
1 Calvin Keutgen Vertreter einer Jugendorganisation (OCARINA) und neuer Präsident der Jugendkommission.
2 Michèle Radermacher Vertreterin einer Jugendorganisation: Hauptamtliche der KLJ
3 Nicole Keutgen Vertreterin des Jugendinformationszentums
4 Elvire Wintgens Vertreterin des Jugendbüros
5 Denis Jansen Vertreter des Jugendrats
6 André Schmatz Vertreter des Ministeriums