Isabelle Weykmans

Mit Volldampf in die Zukunft

16 Zukunftsprojekte hat die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft sich für die laufende Legislaturperiode als Hausaufgaben in die Agenda geschrieben. Als Basis dienten die Erkenntnisse und Empfehlungen aus dem Regionalen Entwicklungskonzept (REK). Nicht wenige dieser 16 Projekte fallen in den unmittelbaren Zuständigkeitsbereich von Ministerin Isabelle Weykmans.


> Regionales Entwicklungskonzept Band 1 (pdf, 12 MB)
> Regionales Entwicklungskonzept Band 2 (pdf, 13 MB)
> Regionales Entwicklungskonzept Band 3 (pdf, 3 MB)


Das Zukunftsprojekt „Grenzen leben“ aus dem Themenbereich Grenzregion DG besteht in der Förderung einer aktiven und bewussten Grenzkultur. „Der Versuch, Staatsgrenzen, Verwaltungsgrenzen, Sprachgrenzen und Kulturgrenzen nicht als etwas Trennendes sondern als eine Brücke zu sehen, räumt den Grenzen und dem Grenzraum einen neuen Stellenwert ein. In diesem Sinne sind Grenzen ein prägendes Element unserer Kultur und Identität“, heißt es in der Regierungserklärung. Ein zentraler Punkt dieses Projektes ist die Erarbeitung eines neuen Gesamtkonzepts für die Kultur mit innovativen Fördermöglichkeiten.



Zu einem weiteren Zukunftsprojekt, das in den Kompetenzbereich von Ministerin Weykmans fällt, „Miteinander wirken“, gehört die gezielte Förderung eines lebendigen Vereinslebens und die Stärkung des Ehrenamtes als wesentliche Bestandteile unserer Identität – in enger Abstimmung mit den Gemeinden. Die Regierung wird die gemeindeübergreifenden Aspekte in Angriff nehmen, wie die Schaffung einer zentralen Anlaufstelle, die Vereine und Ehrenamtler umfassend informiert, Ausbildungen anbietet …

Im Themenbereich Bildungsregion lautet der Titel des Projektes, für das Isabelle Weykmans zuständig ist, treffend: „Jugend ist Zukunft“. Der Standort DG soll für junge Menschen – auch in Dorfstrukturen - attraktiv bleiben. Die Vielfalt der Angebote, die intensive Förderung der Jugendverbandsarbeit und der offenen Jugendarbeit sowie die Partizipation von Jugendlichen sollen dazu beitragen. Jugendpolitik ist in diesem Kontext als fachübergreifend zu verstehen. In diesem Projekt ist auch die Reform der Aus- und Weiterbildung von Jugendarbeitern und ehrenamtlichen Jugendleitern angesiedelt.

Lebensregion DG heißt der dritte Themenbereich, in dem Isabelle Weykmans – als Tourismusministerin – Verantwortung für ein Projekt übernommen hat, das die Gemeinschaft als Genuss- und Wohlfühlregion mit hochwertigen Qualitätsprodukten und –angeboten positionieren will: „Ostbelgien genießen“. Die Neuorientierung der Tourismusstrukturen der Gemeinschaft und die Vermarktung der Tourismus-Destination Ostbelgien in Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden im Norden und im Süden der DG sind ein zentrales Ziel dieses Projekts. „Auch Ostbelgien wird nicht umhin kommen, seine Angebote neu zu definieren. Es geht um eine neue Dimension des ‚Erlebnis’. Wir müssen interagieren, kooperieren und hybride Produkte schaffen“, hatte Ministerin Weykmans jüngst nach einem Tourismus-Forum der Großregion in Völklingen gesagt. „Isolierte Produkte, die nur einen Ansatz verfolgen, sind out.“

Außerdem trägt unsere PFF-Ministerin die Verantwortung für zwei Projekte aus dem Themenbereich „Lebensregion DG“, die auch für den Tourismus eine wichtige Rolle spielen. Das erste, „Zusammenleben gestalten“, beinhaltet die Übertragung der Zuständigkeit für Raumordung, Städtebau und Wohnungswesen. Diese Zuständigkeit ist wichtig für die Weichenstellung im Rahmen der Weiterentwicklung des Lebens- und Wirtschaftsstandortes DG. Die Regierung wird bereits jetzt auf der Grundlage der Zielsetzungen und Prinzipien des Regionalen Entwicklungskonzeptes eine Systematik von Planungsinstrumenten erarbeiten. Hinzu kommen inhaltliche Vorgaben zur Gestaltung unserer Städte und Dörfer, die auf einer breiten Basis und unter Beteiligung der Bevölkerung erarbeitet werden.

Die Bürger der DG sollen für unsere Landschaften sensibilisiert werden, so dass gemeinsam an ihrem Erhalt gearbeitet werden kann. Bürger und Gemeinden sind dabei wichtige Partner. In Bezug auf Raumordnung und Städtebau brauchen wir einfache und zügige Prozeduren, eine schlanke, maßgeschneiderte Verwaltung und ein klar und leicht verständliches Regelwerk, das dem Bürger und der Wirtschaft genügend Gestaltungs- und Entfaltungsmöglichkeit einräumt.

Das zweite prioritäre Zukunftsprojekt in diesem Themenbereicht trägt den Titel „Landschaft bewahren“. Das Leitbild definiert die naturräumliche und kulturlandschaftliche Vielfalt als wichtigen Teil der Lebensqualität in der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Diese Vielfalt ist wichtig für die Aufrechterhaltung der Attraktivität unseres Wirtschafts- und Tourismusstandortes. Strategisches Ziel ist es, Land- und Forstwirtschaft in eine zukunftsorientierte Entwicklung dieser Vielfalt einzubinden. Ein Beispiel zur Umsetzung ist dabei die stärkere Integration des Naturparks Hohes Venn–Eifel in die Arbeit der Gemeinschaft.