Europaweit ist die Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft (KKW) als Motor für Standortentwicklung, Innovation und Wirtschaftsförderung in den Fokus gerückt, die ein wichtiges  Alleinstellungsmerkmal für das Wirtschaftswachstum einer Region darstellt. Ostbelgien gehört zu den „kreativsten“ Regionen: nach Expertenmeinung leistet die KKW einen sehr wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Wertschöpfung und schafft einen Wachstumsmarkt für Künstler, Kulturberufe und kreative Berufe. Der Kultur- und Kreativsektor ist Träger oder sogar Treiber von Jobs und schafft Selbstständigkeit. Daher wurde für diesen Markt ein eigenes  Zukunftsprojekt entwickelt, um die Förderung der KKW auch in der DG in den Fokus zu setzen.

Auf der Suche nach neuen Impulsen und Ideen zur Förderung der KKW schweift der Blick oftmals zu den Nachbarregionen über. Während eines Besuches der Stadt Maastricht konnte ich am Freitag, den 3. Februar 2017, das neu gestaltete Sphinxkwartier entdecken, welches zu einem kulturellen, kreativen und unternehmerischen Stadtviertel ausgebaut wird. Während des Arbeitsbesuches konnte ich mich über alle kulturellen und kreativen Entwicklungen in den Bereichen Design, Mode und Film in der Stadt informieren und auch einen Blick in das neue Lumière Cinema werfen. Die Stadt Maastricht hat ein ganzheitliches Konzept entwickelt, durch das die KKW gefördert werden soll. Studiengänge werden ausgebaut, der Universität Räume für die Studiengänge Design, Mode und Film zur Verfügung gestellt, Filmtage sowie Kreative Ateliers organisiert, u.v.m. Der gebürtige Ostbelgier Laurens Hamacher ist der Ansprechpartner für die Stadt Maastricht im KKW Bereich zum Thema Mode und organisiert in Zusammenarbeit mit zwei Businesspartnern die inzwischen über Maastrichts Grenzen hinaus bekannte Modemesse Fashion Clash. Sie ist eine Plattform für junge und aufkommende Designer und Künstler aus aller Welt. Durch den Besuch konnte ich einige Ideen für Ostbelgien sammeln und bedeutende Schritte in der Zusammenarbeit vorangebracht werden.

In dem Stadtviertel Sphinxkwartier soll innerhalb der nächsten Jahre Raum für Kreativität geschaffen und alten Gebäuden neue Funktionen zugeschrieben werden. Ein interessanter Ort ist beispielsweise „Het Eiffelgebouw“, welches auch das bekannteste ist. Ein Teil des alten Fabrikgebäudes soll als Studentenhotel eingerichtet werden und im oberen Teil Lofts entstehen.

Gemeinsame Schaffens- und Begegnungsräume der Kultur- und Kreativwirtschaft sollen auch in der DG entstehen. So  unterschiedlich  die  elf  Teilbranchen der KKW sind, so unterschiedlich sind auch  deren  Bedürfnisse, wenn es um den konkreten Arbeitsalltag geht. Ziel ist bspw. bezahlbare Räume zu finden, die Platz für kreatives Schaffen bieten, günstige Ausstellungsflächen zur Verfügung zu stellen sowie alternative Verkaufsmodelle und Synergieeffekte bei administrativen Aufgaben und  Vermarktungsfragen zu schaffen. Die DG kann bei vielen Initiativen Impulse setzen, Themen anregen und Vernetzung ermöglichen. In der Euregio gibt es bereits diverse Projekte, die die Stärkung der Kultur- und Kreativwirtschaft zum Ziel haben.

 

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