Das erste Jahr des Schulprogramms „Wirtschaft macht Schule“ ist sehr gut verlaufen. „Die Resonanz und das Feedback von Schülern, Lehrpersonen und Unternehmern ist mehr als zufriedenstellend“, so Projektmanager Marc Derwahl von der WFG Ostbelgien. „Wir können deshalb mit voller Motivation ab September in ein neues Schuljahr starten!“.

Bilanz 2018-2019

Bei „Wirtschaft macht Schule“ sollen ostbelgische Schüler und Jugendliche den Unternehmer in sich entdecken und Interesse an der Selbstständigkeit als berufliche Perspektive entwickeln. In der Praxis können auch Lehrkräfte Projekte für ihre Schüler buchen – beispielsweise Treffen mit Unternehmern oder Firmenbesuche, um hinter die Kulissen eines Betriebs zu blicken. So können die Pädagogen ihren Unterricht lebendig gestalten und ihren Schülern individuelle Lernerfahrungen ermöglichen. Bereits im jungen Alter soll dadurch die wirtschaftliche Bildung beginnen. Von der Primarschule bis hin zum Abitur können die Schüler so Jahr für Jahr mit verschiedenen Themenfeldern der Wirtschaft in unterschiedlichen Formen in Kontakt treten.

„Durch die angebotenen Projekte sollen die Lehrpersonen die Möglichkeit haben, ihren Schülern von Jahr zu Jahr neue Denkmuster für die Zukunft mitzugeben und dadurch einen Unternehmergeist zu entwickeln. Für Ostbelgien ist es wichtig, eine starke Gründerkultur aufzubauen und bereits den Schülern unternehmerisches Denken zu vermitteln. Der Kontakt mit den regionalen Unternehmern ermöglicht es, den Schülern die Vielfältigkeit der Betriebe in Ostbelgen aufzuzeigen und somit ihren Erfahrungshorizont zu erweitern und sie für die spätere Berufswelt zu rüsten.“, erläutert Ministerin Isabelle Weykmans, die das Projekt initiierte.

Im Laufe des Schuljahres 2018-2019 sind 38 Anfragen von insgesamt 11 Schulen im Norden und Süden Ostbelgiens eingegangen. Rund 550 Schüler kamen dadurch in den Genuss verschiedener Projekte und haben aktiv an Vorträgen zur Selbstständigkeit oder zum Wirtschaftsstandort Ostbelgien, Unternehmensbesuchen oder langfristigeren Projekten wie z. B. „Meine Gemeinde“ oder „Mini-Unternehmen“ teilgenommen.

Neue Angebote im nächsten Schuljahr

Im Schuljahr 2019-2020 werden zwei neue Aktivitäten die Projekte des Vorjahres ergänzen. Bei „Selbstständig oder angestellt?“ simulieren die Schüler in einem Rollenspiel das Unternehmersein. Das neue Projekt „Kreativität erleben und lernen“ hingegen bietet den Schülern und Lehrpersonen verschiedene Möglichkeiten, den üblichen schulischen Kontext zu verlassen und neue kreative Erfahrungen zu sammeln und Kreativitätstechniken auszuprobieren.

„Wirtschaft macht Schule“ ist ein gemeinsames Projekt der Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft, der WFG Ostbelgien, der IHK Eupen-Malmedy-St. Vith sowie des Studienkreises Schule & Wirtschaft.