Das Ehrenamt ist die Stütze der demokratischen Gesellschaftsstruktur, denn auf das Ehrenamt kann das Gemeinwesen nicht verzichten. Unsere Gemeinschaft gewinnt dadurch, dass in der Krankenbetreuung, bei mobilen Hilfsdiensten, bei Kulturinitiativen, im Jugendsektor oder in Sportvereinen zahlreiche ehrenamtliche Helfer die Aufgaben der öffentlichen Hand mittragen und ergänzen. Sie bringen den Kindern das Schwimmen bei, löschen Feuer, oder verteilen beispielsweise Essen an ältere oder körperlich eingeschränkte Menschen.

Die Vereinskultur in Ostbelgien ist reich, weil sich viele Bürgerinnen und Bürger in ihr als Ehrenamtliche engagieren. Doch die Aufgaben der Ehrenamtlichen verändern sich stetig, so wie sich die Gesellschaft im ständigen Wandel befindet. Daher müssen die Rahmenbedingungen für das Ehrenamt ebenfalls  weiter verbessert und angepasst werden. Nicht nur die Neugewinnung von weiteren Helfern, sondern auch die Anerkennung und Weiterbildung der ehrenamtlichen Helfer bleibt von zentraler Bedeutung.
Hilfsmittel wie die Servicestelle, die regelmäßig Informationsveranstaltungen, Aus und Weiterbildungsangebote anbietet und den Organisationen beratend zur Seite steht, die zunehmenden administrativen Hürden zu meistern oder das Netzwerktreffen, das einen Rahmen zum strukturierten  Austausch zwischen den Ehrenamtlichen ermöglicht, sollen bei den gegenwärtigen Aufgaben unterstützen.

Die Freude an der Freiwilligenarbeit soll trotz des Wandels des Ehrenamts erhalten bleiben. Denn ehrenamtliches Engagement stärkt nicht nur das Gemeinschaftsgefühl, sondern es stiftet auch Sinn, Selbstbestimmung und Halt. Sich aktiv in der Welt zu engagieren, macht einfach glücklich!

Was allgemein für das Ehrenamt gilt, gilt ebenfalls für die Freiwillige Feuerwehr. Es ist gut und richtig, dass auf Initiative der PFF Fraktion diese Resolution bearbeitet wurde und heute zur Abstimmung steht. Die Forderungen sind legitim und notwendig und werden sicher bei der Umsetzung zu einer Verbesserung der Situation der Freiwilligen Feuerwehr beitragen. Denn mit allgemeinen Reform der Feuerwehren ist der Druck auf die Freiwillige Feuerwehr gestiegen. Es gilt zu handeln!

Anerkennung (Aus- und Weiterbildung im Referenzrahmen der DG sowie bezahlter Bildungsurlaub), Vereinfachung, Respekt der Deutschen Sprache und Subsidiarität (Kadettenschule der DG) sind hier die Schlagwörter.

Diese Forderungen werden ebenfalls durch mich und die gesamte Regierung getragen. Wir verstehen diese Resolution als Auftrag und werden umgehend mit der Umsetzung starten.