Auswertung der Bürgerbefragung
Den Sport fit für die Zukunft machen

24 Prozent der Bürgerinnen und Bürger betätigen sich fünfmal pro Woche aktiv an der frischen Luft: Dieses und weitere Ergebnisse sind Teil der seit nun einem Jahr durchgeführten Sportstudie in Ostbelgien. Diese soll aufzeigen welche Entwicklungen maßgeblich Einfluss auf die ostbelgische Sportwelt und das individuelle Sporttreiben haben umso auch den zukünftigen Infrastrukturbedarf klar umreißen zu können. In einer Serie von Sportgesprächen mit den Sportvereinen, Sportverbänden, Sportschöffen und der Sportgemeinschaft, in denen die Ergebnisse vertieft werden, sollen innovative Ansätze beleuchtet und Möglichkeiten zur konkreten Umsetzung in den Gemeinden und der DG entwickelt werden.

Beim jüngsten Sportgespräch, das am 9. Dezember im Europasaal des Ministeriums der DG stattfand, stellte Stefan Henn vom Institut für Sportstättenentwicklung Trier (ISE) vor, wie die Erwartungen der Bewohner der einzelnen Gemeinden für die Zukunft aussehen. 4000 Fragebögen wurden an die Bürgerinnen und Bürger im Juni 2016 verschickt. Nach Ablauf der Frist lagen 493 ausgefüllte Bogen vor, was einer Rücklaufquote von 12,32 Prozent entspricht.

Die Auswertung der Bürgerbefragung ergab, dass Sport und Bewegung zu rund 60 Prozent in der Natur stattfindet – sei es bei Spaziergängen mit dem Hund, beim Joggen durch den Wald, beim Fußballtraining oder anderweitig. Nur jeder Zehnte DG-Bewohner ist der Meinung, dass es in seinem Wohnort keine ausreichenden Sportmöglichkeiten gibt. Unter den genutzten Sportanlagen machen Sporthallen etwa 30 Prozent aus, Sportplätze 17 Prozent und Schwimmbäder 32 Prozent. Mit Blick in die Zukunft wünschen sich die Bürger mehr Schwimmbäder. “Den höchsten Bedarf verzeichnet die Studie bei den Schwimmbädern, gefolgt von Sporthallen, Sportplätzen und freizugänglichen Sportanlagen“, bilanzierte Stefan Henn.

„Wenn ich mir vor Augen führe, was wir in den letzten Jahren in die Sportinfrastruktur investiert haben, dann wird klar, dass es einen ständigen Bedarf gibt. Das Zauberwort bei den Sportstätten lautet Multifunktionalität. Das bedeutet, dass wir verschiedenen Bedürfnissen gerecht werden müssen, um dem Bedarf nach ausreichenden Sportmöglichkeiten zu decken“, erläutert Sportministerin Isabelle Weykmans.

Im Gespräch mit den Gästen wurde deutlich, dass die Aussagen der Bürger im Fortlauf der Auswertung einen wichtigen Beitrag zum Gesamtbild liefern. Entscheidend ist dabei, dass die Ergebnisse mit denen der Vereinsbefragung korreliert werden. Dann könnte konkret benannt werden, wie die künftige Entwicklung verlaufen soll.
Die gesamte Studie wird im ersten Trimester 2017 der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt und veröffentlicht.