Vergangene Woche erhielt Larry Tremblay mit seinem Roman „Der Name meines Bruders“ den Schüler-Literaturpreises 2017. Aus meiner persönlichen Sicht ist es ihm gelungen zu zeigen, wie Krieg den Alltag ganzer Familien und junger Menschen beeinflusst. Allzu oft wird vergessen, dass die Konflikte, die wir tagtäglich in den Nachrichten sehen, jungen Menschen die Möglichkeit raubt, eigene unabhängige Entscheidungen für ihr Leben zu treffen. Ich begrüße, dass die Schüler ein solch anspruchsvolles Thema interessiert. Vielleicht aber auch ihre Möglichkeiten entdeckt haben, die sie hier in der Euregio Maas-Rhein haben, die selbst in Europa ein einzigartiges und voranschreitend-innovatives Projekt ist. Dass junge Menschen Gemeinsamkeiten entdecken, aber eben auch die Unterschiede zu akzeptieren verstehen, macht solche Projekte wie den Literaturpreis unverzichtbar.

Herzlichen Dank an Larry Tremblay, den Übersetzerinnen Angela Sanmann und Gertrud Maes, Herrn Vogt, sowie an Direktoren und Lehrpersonen dafür, dass sie seit 2001 den Literaturpreis auf die Beine stellen und bis zu 400 Schüler auf ihrer halbjährlichen Entdeckungstour von sechs Büchern betreuen. Auch zwei deutschsprachige Schulen aus Ostbelgien, die bischöfliche Schule St.Vith und das königliche Athenäum Eupen, nehmen jährlich am Euregio-Schüler-Literaturpreis teil.