Wollen wir, dass Schüler ihr Verhalten ändern und dieses nachhaltig sichern, müssen wir sie dazu bringen, die Wichtigkeit von Bewegung und Sport einzusehen. Eine Verhaltensänderung kann nur über ein damit verbundenes erlebtes Wohlgefühl gehen und nur gelingen, wenn Menschen am eigenen Leib erfahren, was ein gesundes Bewegungs- und Sportverhalten bedeutet. Mit Projekten wie die Europäische Woche des Sports, ISF-Weltmeisterschaften für Schulen oder das Projekt „Fitte Schule“ fördert die Regierung verstärkt den Sport bei Kindern und Jugendlichen. Mehr Bewegung und Sport sollen in den Schulalltag integriert werden und unvergessliche Erfahrungen verbunden mit dem Sport geteilt werden können.

Je älter Kinder werden, desto mehr Zeit verbringen sie im Sitzen. Computer, Handys, Spielekonsolen und nicht zuletzt der Fernseher tragen zu einem Bewegungsmangel bei. Diese Entwicklung hat auch Einfluss auf die Schulen, denn Bewegungsmangel beeinträchtigt die Leistungs- und Lernfähigkeit.

Schüler, die regelmäßig Sport treiben, steigern ihre Lust am Lernen und können den schulischen Stress besser abbauen. Und dies nicht nur nach der Schule, sondern auch während der Schulzeit. Wenn wir erreichen wollen, dass Bewegung und Sport zu einem festen Bestandteil des Lebens der Schüler wird, muss es einen spürbaren Einfluss auf den Tagesablauf nehmen. Hierzu müssen wir den Kindern und Jugendlichen ein vielseitiges und abwechslungsreiches Sport- und Bewegungsangebot bieten, das den unterschiedlichen Bedürfnissen aller gerecht werden kann. Bewegung und Sport in einem ausgewogenen Verhältnis und für alle Schüler zugängig, lassen die Schulen zu „Fitten Schulen“ werden.

Auf Einladung der Sportministerin wurden am Mittwoch, den 21. Juni 2017, die Auszeichnungen als Fitte oder Topfitte Schule vergeben und die Begleiter sowie alle Teilnehmer der ISF-Weltmeisterschaften im Orientierungslauf und Tennis im Europasaal des Ministeriums empfangen.

In diesem Schuljahr haben sich 12 Primarschulen und Kindergärten aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft für die Teilnahme an dem Projekt „Fitte Schule“ entschieden. Für ein Projekt, das mit einem nicht unerheblichen Arbeits- und Organisationsaufwand für die gesamte Schule verbunden ist, ist dies ein vielversprechender Ansatz. Nachdem das Projekt im September 2016 gestartet ist, erhielten die Schulen nun ihre Auszeichnung in Form einer Plakette und Werbemöglichkeiten als „Fitte Schule“ oder „Topfitte Schule“.

Die Schule ist der einzige Ort, an dem die Begeisterung für Bewegung bei allen Kindern geweckt werden kann. Die Schüler bewegen sich im klassischen Sportunterricht für höchstens zwei Stunden in der Woche. Das Projekt „Fitte Schule“ geht einen Schritt weiter und bindet Bewegung und Sport in den Schulalltag ein, sodass sie zu einem festen Bestandteil werden. Neben einer Spielekiste, die zu aktiven und bewegten Pausen beiträgt, bietet die Deutschsprachige Gemeinschaft im Rahmen des Projektes eine kostenlose Ausbildung zum Schülerassistenten an. Durch die Ausbildung wurde den Schülerassistenten unter anderem gezeigt, wie Schüler mit wenig Material sportlich beschäftigt werden können, um eine bewegte Pause zu gestalten. Die Schulen haben sich zu 12 oder 17 Aktivitäten verpflichtet, die in den Schulalltag integriert wurden, um die Anerkennung als „Fitte Schule“ oder „Topfitte Schule“ zu erhalten. Die Aktivitäten können aus den Vorschlägen des Fachbereichs Sport ausgewählt oder eigene Projekte von den Schulen entwickelt werden, die Meisterschaften für jegliche Sportarten, Veranstaltungen wie beispielsweise ein Tag des Sports, einen Schwimmtag oder ähnliches beinhalten.

Die diesjährigen ISF-Weltmeisterschaften waren erneut für die Schüler eine Erfahrung fürs Leben und schafften die Möglichkeit einmal WM Luft zu schnuppern. Schüler aus zahlreichen Ländern der Welt treffen aufeinander, um sich auf Augenhöhe in unterschiedlichen Sportarten zu messen. Sportministerin Isabelle Weykmans unterstützt die Teilnahme an der Schul-WM, die alle zwei Jahre stattfindet und bei der es nicht nur um den sportlichen Wettkampf geht, sondern auch um den Austausch von Kulturen. Im März diesen Jahres konnten 12 ostbelgische Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Brasilien bei der ISF-Tennis-Weltmeisterschaft teilnehmen, die gegen eine starke Konkurrenz antreten mussten. Im April folgte dann die Weltmeisterschaft der internationalen Schulsport-Föderation im Orientierungslauf, woran 13 Schülerinnen aus Ostbelgien teilnahmen. In Palermo auf Sizilien hatten die Läuferinnen mit einem schwierigen Terrain zu kämpfen, was  für Orientierungsneulinge kein leichtes Unterfangen war. Beim Empfang der Teilnehmer sowie Begleiter konnten sie bestätigen, dass sie eine unvergessliche Erfahrung gemacht haben, die sie so schnell nicht vergessen werden.

Die Schulen, die eine Auszeichnung als Fitte oder Topfitte Schule erhalten haben:

Fitte Schule:

  • Maria Goretti Grundschule
  • Gemeindeschule Amel
  • Gemeindeschule Schoppen
  • Städtische Grundschule Kettenis
  • ZFP Förderpädagogik Eupen
  • Königliches Athenäum Eupen

Topfitte Schule:

  • Pater-Damian Grundschule und Förderschule Eupen
  • Königliches Athenäum St. Vith
  • Grundschule Born
  • Städtische Grundschule Oberstadt Eupen
  • Städtische Grundschule Unterstadt Eupen
  • Städtische Grundschule ECEF Eupen
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