Nach Rücksprache mit GEMS-Experten und Virologen haben sich die Minister Bénédicte Linard (Föderation Wallonien-Brüssel), Jan Jambon (Flandern) und Isabelle Weykmans (Deutschsprachige Gemeinschaft) auf einen Vorschlag geeinigt, den sie den Mitgliedern des Konzertierungsausschusses (Codeco) an diesem Freitag unterbreiten, um eine schrittweise Wiederaufnahme bestimmter Aktivitäten im Einklang mit der föderalen Strategie zur Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus in Betracht zu ziehen.

„Wir müssen die Notlage vor allem junger Menschen und die Auswirkungen der Krise auf die psychische Gesundheit berücksichtigen, aber auch die erheblichen wirtschaftlichen und sozialen Schwierigkeiten, mit denen die Kulturschaffenden konfrontiert sind. Mehrere Studien belegen, dass Kulturstätten keine Vektoren für Kontaminationen sind. Deshalb legen wir einen realistischen, progressiven und umsichtigen Vorschlag auf den Tisch des Codeco, der die kurzfristige Wiederaufnahme bestimmter Aktivitäten nach strengen Kriterien erlaubt“, so die Kulturminister Bénédicte Linard, Jan Jambon und Isabelle Weykmans.

Es wird daher vorgeschlagen, die Wiederaufnahme der gleichen Art von Aktivitäten nach objektiven Kriterien zu betrachten, z. B. ob man sitzt oder steht, ob man sich im Freien oder in geschlossenen Räumen befindet usw.

Konkret schlagen die drei Minister progressive Phasen und einen Zeitplan vor, der auf einer vorsichtigen Entwicklung basiert:

  • Eine erste Phase Mitte März, die darauf abzielt, auf die Notlage in Bezug auf psychische Gesundheitsprobleme, insbesondere bei jungen Menschen, zu reagieren:
  • 25 Personen für organisierte Aktivitäten wie Workshops, Führungen, soziokulturelle und Weiterbildungsaktivitäten;
  • 100 Personen im Innenbereich und 200 Personen im Außenbereich, mit strengen Sicherheitsprotokollen, insbesondere in Bezug auf Abstand, Begrenzung der Interaktionen, Tragen von Masken, ausreichende Belüftung, Zirkulation der Personen… .

Diese Phase liegt deutlich unter den Schwellenwerten vom September, die von der föderalen Strategie, die am Montag, dem 22. Februar, von Premierminister Alexander De Croo vorgestellt wurde, als Referenz angesehen werden, und erfüllt somit deren Ziele.

  • Eine zweite Phase in Vorbereitung auf die Osterferien:
  • 50 Personen für die in Gruppen organisierten Aktivitäten, um auch Ferienanimationen zu ermöglichen und so jungen Menschen eine Perspektive zu bieten;
  • 200 Personen im Innenbereich und 400 im Außenbereich, immer unter Einhaltung der oben genannten strengen Sicherheitsprotokolle.

Ein Ausnahmesystem oder das CIRM (Covid Event Risk Model) könnte wieder eingeführt werden, um sich an die wirtschaftlichen Gegebenheiten von Kulturveranstaltern, einschließlich privater Veranstalter, anzupassen.

  • Im Sommer schließlich könnte nach einer Auswertung, die Mitte Mai erfolgen soll, eine dritte Phase gestartet werden:
  • 80 Personen für die in Gruppen organisierten Aktivitäten, um auch Ferienanimationen zu ermöglichen und so jungen Menschen eine Perspektive zu bieten;
  • 400 Personen im Innenbereich und 800 Personen im Außenbereich, immer unter Einhaltung der oben genannten strengen Sicherheitsprotokolle.

In Bezug auf die Sommerfestivals setzen die Minister ihre Beratungen fort, damit der Codeco bis Mitte März eine Entscheidung über klare Kriterien zur Festlegung der Bedingungen treffen kann, unter denen Sommerfestivals abgehalten werden können.

„Kultur ist essenziell, umso mehr in diesem Krisenkontext, den wir gerade erleben. Fachkräfte brauchen Perspektiven und Kriterien, die es ihnen ermöglichen, schrittweise in ihre Tätigkeit zurückzukehren. Was die Bürger betrifft, so müssen sie sinnvolle, entspannende und intellektuell inspirierende Aktivitäten finden. Wir können die Alarmsignale, die uns in Bezug auf die psychische Gesundheit erreichen, nicht vernachlässigen. Dieser Vorschlag zielt darauf ab, ein besseres Gleichgewicht durch eine schrittweise und sichere Rückkehr zur Aktivität zu erreichen. Wir fordern daher die Codeco-Mitglieder auf, bei ihren Entscheidungen neben den Zahlen zur gesundheitlichen Situation auch wirtschaftliche, soziale und psychische Indikatoren zu berücksichtigen, um realistische und vernünftige Perspektiven zu bieten“, schließen Bénédicte Linard, Jan Jambon und Isabelle Weykmans.