Die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft hat mit dem Haushalt 2020 die Förderung für die professionellen Kulturträger um über 30% erhöht. Mit der Gewährung dieser zusätzlichen Mittel unterstreicht die Regierung, wie viel Bedeutung sie der Arbeit der professionellen Kulturträger beimisst.

Kulturministerin Isabelle Weykmans erklärt hierzu: „Mir war es wichtig, die Reform des Kulturförderdekrets, die 2018 in enger Konzertierung mit dem Sektor ausgearbeitet wurde, jetzt auch durchzuführen. Nach den intensiven Haushaltsvorbereitungen ist es mir gelungen, Wort zu halten und die Mittel im Haushalt 2020 vorsehen zu können.“

Die zusätzlichen Mittel ermöglichen es den professionellen Kulturträgern, ihre Grundfinanzierung weiter zu stabilisieren und ebenfalls zusätzliches Personal einstellen zu können. Auch werden dazu zusätzliche Mittel über das Sektorenabkommen bereitgestellt, um die Personalmitglieder im Sektor besser zu entlohnen und die geltenden Baremen zur Anwendung zu bringen. Dadurch soll auch den kleineren Organisationen ermöglicht werden, sich weiter zu professionalisieren.

Darüber hinaus hat sich der Kultursektor selber in den letzten Jahren als eine wahre Erfolgsstory entpuppt: Im Norden und im Süden verfügt Ostbelgien über zwei professionelle Kulturzentren; neue Träger wie FITHE und Meakusma sind hinzugekommen; Kulturveranstalter und -produzenten wie Agora, Chudoscnik Sunergia, Ostbelgienfestival, arsVitha, das Kulturelle Komitee und Irene K haben sich weiterentwickelt und zeugen vom großen kreativen Potential Ostbelgiens.

Diese positive Entwicklung geht nicht zuletzt auf den Reformprozess zurück, der vor zehn Jahren zur Stärkung der hiesigen Kulturarbeit gestartet worden ist. Die zusätzlichen Mittel fließen in einen florierenden Sektor, der dank einer nachhaltigen Kulturpolitik in den letzten Jahren deutlich mehr Akteure und Aktivitäten hervorgebracht hat.

Die zuständige Kulturministerin fasst zusammen: „Es wurde bereits vieles erreicht, aber der Prozess geht weiter: In Zeiten der Digitalisierung wird die Kreativität als Schlüsselkompetenz immer wichtiger. Daher ist es mein fester Wille, weiter in die kulturelle Bildung zu investieren und die kulturelle Teilhabe aller in Ostbelgien zu stärken. Vor allem den Kindern und Jugendlichen soll die Kultur und die Kreativität für ihr späteres Leben neue Möglichkeiten eröffnen.“