Der Tourismus ist ein sehr dynamischer Wirtschaftssektor und somit muss vom Gesetzgeber Stabilität und ein verlässlicher sowie zukunftsorientierter Rechtsrahmen gegeben werden. Einen Rahmen, der so viel festlegt wie nötig und so viel Raum für dynamische Entwicklungen lässt wie möglich. Das ist die Maxime, mit der die Deutschsprachige Gemeinschaft das neue Dekret zur Förderung des Tourismus gestaltet hat.

Die Vorstellung dieses Dekrets war neben der Umsetzung der Dachmarke Ostbelgien und einem diesbezüglichen Impulsreferat von Hotelier Jürgen Krenzer ein Programmpunkt des jährlichen Netzwerkabends des Tourismussektors. Die wichtigsten Änderungen sind unter anderem, dass sich die neuen Einstufungs-Kriterien nach dem Hotel-Star System richten. Da Einstufungen ein häufig genutzter Filter bei der Unterkunftssuche sind, bieten wir ein System an, welches in ganz Belgien und im Großteil Europas zur Anwendung kommt. Zudem wird es keine systematische vor-Ort-Kontrolle mehr geben, damit das Personal flexibler eingesetzt und schneller auf Gästebeschwerden reagiert werden kann.

In diesem Zusammenhang wurden erstmalig die neuen Kennschilder sowie das Tourismus-Portal präsentiert. Dort finden die Tourismusakteure alle relevanten Informationen und können eine Selbst-Einstufung vornehmen, um beispielsweise auszuprobieren, welche Investitionen oder Anpassungen nötigen sind, damit sich eine Einstufung lohnt.