Kulturkonferenz im Rahmen der Veranstaltungsreihe Ostbelgien und Du

Videoclips auf Youtube schauen, den Lieblingssong hören, ins Kino gehen oder Bücher lesen – Kinder und Jugendliche beschäftigen sich täglich mit kulturellen und künstlerischen Objekten. Auf diese Art und Weise bilden sie sich kulturell weiter, jedoch auf das Zuhören, Zuschauen und Lesen beschränkt. Mit dem Programm „Kultur macht Schule“ öffnete die Regierung die Türe für ein breites Angebot an erlebbarer Kulturbildung für alle Schüler Ostbelgiens.

Mit Fragen nach dem Funktionieren der kulturellen Bildung, den Chancen und Schwächen der heutigen Angebote und warum kulturelle Bildung eigentlich so wichtig ist, setzten sich die Kulturakteure vergangenen Samstag, den 18. Februar 2017, bei der Kulturkonferenz im Alten Schlachthof auseinander.

Spätestens nach dem Impulsreferat von Kirsten Witt, der stellvertretenden Geschäftsführerin der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung in Deutschland, wurde den Teilnehmern bewusst, dass Kulturbildung die Fähigkeiten und das Selbstbewusstsein von Kindern stärkt. Sie unterstützt Kinder und Jugendliche in ihrer Persönlichkeitsentwicklung, lehrt mit Verschiedenheit umzugehen und diese als Bereicherung zu erleben. Es gibt weder festgelegte Orte noch Zeiten für kulturelle Bildung und nicht nur die Schulen, sondern auch die Eltern sollen Kulturbildung in den Alltag integrieren. Die Frage sei demnach nicht, ob kulturelle Bildung wichtig für die Entwicklung der Kinder ist und gefördert werden sollte, sondern wie das Angebot in der Zukunft gestaltet werden muss.

„Die Veranstaltung sollte zunächst einmal die verschiedenen Kulturakteure, Schulleiter, Elternräte, Künstler, Lehrer und Kulturanbieter, zusammen bringen, um Netzwerke zu schaffen und im Rahmen von Workshops gemeinsam Schwerpunkte und Ziele der Kulturbildung festzulegen sowie konkrete Problemfelder aufzuführen.“, äußerte sich Kulturministerin Isabelle Weykmans.

In den Workshops stellten die Teilnehmer fest, dass es in Ostbelgien genügend kompetente Akteure gibt, dass der entsprechende Förderrahmen gegeben ist und die notwendigen Netzwerke durch die kurzen Wege in unserer Region ausreichend bestehen. Auch wenn rund 11.000 Schüler in Ostbelgien durch „Kultur macht Schule“ in den Genuss von kulturellen Angeboten kommen, gibt es weiteres Entwicklungspotenzial. Denn auch nach der Durchführung kultureller Projekte soll Kulturbildung weiterhin in den Schulalltag integriert werden. Die Eltern wünschen sich, dass Kulturbildung den nötigen Stellenwert im formalen Bildungssystem erhält.

Kulturministerin Isabelle Weykmans war zunächst über den Vorschlag der Teilnehmer erfreut eine zentrale Plattform als einzige Anlaufstelle für kulturelle Angebote zu erstellen. Damit soll die Kulturbildung auch außerhalb der Schulen verstärkt gefördert werden.

„Nach Rückmeldung von den Kulturanbietern stellte sich der Wunsch nach einer Plattform heraus, die ich gerne in Angriff nehmen werde. Zudem wurde der Wunsch nach weiteren Netzwerktreffen geäußert, dem ich ebenfalls gerne nachgehen werde. Dadurch kann das bestehende Angebot verbessert und weiter verankert werden.“, resümierte Isabelle Weykmans, Ministerin für Kultur, Beschäftigung und Tourismus nach der Veranstaltung.

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