Im Rahmen der Antworten auf die Regierungserklärung äußerte der Kollege Alain Mertes, dass Programme wie „Kultur macht Schule“, die die Anzahl von außerschulischen Aktivitäten drastisch erhöhen würden, störten den Schulalltag. Auf diese Kritik wollte die Abgeordnete Petra Schmitz in der Kontrollsitzung noch einmal eingehen und fragte bei der Ministerin nach, ­wie viele Projekte für das Schuljahr 2019-2020 von den Schulen angefragt wurden und ob es in den Evaluationsbögen Hinweise gibt, dass es zu viele Angebote geben würde. Die Ministerin antwortete wie folgt:

Für das Schuljahr 2019-2020 ist die Antragslage von rund 450 im Vorjahr auf mehr als 500 Anträge angestiegen, was einer Steigerung von rund 28 % entspricht.
Das zeigt deutlich, dass ‚Kultur macht Schule‘ seitens der Schulen, Schulleitern und den Lehrern begrüßt wird. An dieser Stelle möchte ich betonen, dass die Schulen vollkommen frei sind, zu entscheiden, welche und wie viele Projekte sie durchführen möchten und wie und wann sie diese in den Unterricht einbauen.
Die Regierung erstellt lediglich einen Angebotskatalog, aus dem die Schulen nach ihren Wünschen und Bedürfnissen Projekte aussuchen und anfragen. Hier gibt es also keinerlei Verpflichtung.
Die steigende Anzahl ist demnach einzig und allein auf eine steigende Nachfrage seitens der Schulen zurückzuführen.

Das Feedback der Schulen ist durchweg positiv. Einige kleinere Vorschläge zur Verbesserung wurden angebracht, die jedoch ausschließlich den administrativen und organisatorischen Ablauf betreffen. Die Lehrerschaft sieht also ganz klar einen Mehrwert in den Angeboten zur kulturellen Bildung.

In diesem Zusammenhang möchte ich betonen, dass die Vermittlung der Schlüsselkompetenz Kreativität von großer Wichtigkeit für die jungen Menschen vor dem Hintergrund der Digitalisierung und Robotisierung ist. Unsere Schule bereiten schließlich auf die Zukunft vor, auf Berufe, die es heute noch nicht gibt und die wir uns vielleicht noch nicht einmal vorstellen können. Den Geist zu stärken, kreative Lösungen zu finden und sich schnell neuen Gegebenheiten anpassen zu können, erlernen die Kinder unter anderem durch Projekte wie ‚Kultur macht Schule‘.

Programme wie dieses stärken das Selbstwertgefühl der Kinder, lassen sie teils andere Erfolgserlebnisse haben als in den klassischen Fächern und stärken Kommunikationskompetenzen und die Vorstellungskraft.

Abschließend möchte ich hervorheben, dass Kultur macht Schule den Schulen als eine kreative Ergänzung der Rahmenpläne unterstützend zur Verfügung steht.