Ende 2016 hat ein niederländischer Fernsehbericht für Unsicherheit in Ostbelgien gesorgt, als vor einer möglichen Gefährdung der Gesundheit von Fußballern durch Gummigranulat in Kunstrasenplätzen gewarnt wurde.

Die zuständige Ministerin Isabelle Weykmans hat daraufhin alle sieben ostbelgischen Kunstrasenplätze analysieren lassen, um jegliche Ungewissheit ausschließen zu können. Nun liegen die Ergebnisse vor.

Ende Juni traf der Bericht des Bremer Umweltinstituts[1] ein und gab Entwarnung: Die nachgewiesenen PAK[2] -Konzentrationen liegen für alle beprobten Granulate im Bereich der Referenzwerte (ECHA und RIVM-Studie). Somit befinden sich in den ostbelgischen Granulaten keine ungewöhnlichen PAK-Gehalte.

Die Ministerin betont, dass die toxikologischen Untersuchungen ergeben haben, dass man von keinem relevanten gesundheitlichen Risiko bei der Nutzung der Sportplätze ausgehen muss.

Ich bedanke mich bei den hiesigen Fußballvereinen, die allesamt Ruhe bewahrt und die Ergebnisse der Studie abgewartet haben. Alle Vereine haben mittlerweile die Ergebnisse der Studie erhalten.

Die Untersuchungsergebnisse beziehen sich auf die geprüften Probematerialien, die der Umweltbiologe des Bremer Umweltinstituts am 7. Juni 2017 entnommen hat. Dabei wurde von jedem Platz lokal an fünf bis sechs Stellen eine Probe durch Rechen und Staubsauger entnommen und zu einer Mischprobe vereinigt.

Bei den neueren Granulaten in Raeren und Amel wurden Benzothiazole Schadstoffe festgestellt, die allerdings nicht signifikant die ermittelte Konzentration der RIVM Studie überschreiten. Weitere Auskünfte wurden bereits angefragt. Aber auch hier sind keine relevanten gesundheitlichen Risiken festzustellen.

 

[1] Das Bremer Umweltinstitut, Gesellschaft für Schadstoffanalysen und Begutachtung mbH, ist ein anerkanntes Labor für die Analyse des Füllmaterials, bzw. des Gummigranulates in Kunstrasen und kann auf langjährige Erfahrung und spezielles Wissen auf dem Gebiet der Schadstoffanalytik zurück greifen.

[2]  polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen