Ausgangslage:

Zur Gestaltung der Beschäftigung in Ostbelgien, muss zuerst die derzeitige Arbeitsmarktsituation untersucht werden, um passgenaue Reformen auf den Weg bringen zu können:

Welche Aufgabenstellung ergibt sich aus der derzeitigen Arbeitsmarktsituation in Ostbelgien?

  1. Alle existierenden Potenziale ausschöpfen. Die Maßnahmen sollen ermöglichen, Arbeitskraft zu mobilisieren und gleichermaßen den Arbeitsuchenden eine Perspektive zu geben und sie so wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Zudem muss Ostbelgien für Fachkräfte, die von außen zu uns kommen, attraktiv gestaltet werden. Denn die jetzige Bevölkerung gibt nicht genügend Arbeitskräfte her, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
  2. Das Thema Standortstärkung ist mit vielen Politikfeldern verbunden: Beschäftigungspolitik, Bildungspolitik, Wohnungsbaupolitik, Raumordnungspolitik etc. Ein Bündnis für Fachkräfte soll daher all diese Aspekte behandeln und konkrete Maßnahmen und Empfehlungen erarbeiten.

Die Ausgangslage ist klar definiert, die Mittel seit der 6. Staatsreform durch die Übertragung der Zuständigkeiten von der Wallonischen Region vorhanden. Nun gilt es, diese an die Realitäten Ostbelgiens anzupassen, um die vorhandenen Potenziale auszuschöpfen und Beschäftigung zu steigern – Fachkräfte zu sichern.

Bisherige Arbeitsschritte:

Zielgruppenreform – Reform der Einstellungsprämien

Da die bestehenden Beschäftigungsbeihilfen nicht an den Herausforderungen in Ostbelgien angepasst waren, soll die neue Zielgruppenreform passgenauer werden. Dies indem die Anzahl Prämien stark verringert und sich am Profil des Arbeitsuchenden in Ostbelgien orientieren. Künftig verbleiben von 20 Maßnahmen 2 attraktive Einstellungsprämien: die Einstellungsprämie AktiF für Jugendliche, Ältere, Langzeitarbeitslose  und von Massenentlassungen betroffenen Personen. Und die AktiF PLUS-Prämie, die der Arbeitgeber erhält, sofern dieser Arbeitsuchende mit mehreren schweren Vermittlungshemmnissen einstellt.

Die Beschäftigungsunterstützung für ältere Arbeitnehmer ab 55. Jahren ist bei Neueinstellung kombinierbar mit der AktiF Prämie – so schaffen wir eine zusätzliche Hebelwirkung für die über 55-Jährigen!

Zusätzlich können die neuen Prämien mit geförderten Aus- und Weiterbildungs-Maßnahmen  kombiniert werden , sodass nachhaltig auch die Qualifikation der Arbeitssuchenden gesteigert wird.

Anreize, die die Arbeitslosigkeit bekämpfen und die Beschäftigung steigern sollen. Das erklärte Ziel bleibt, die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, die Beschäftigung zu steigern durch die Schaffung effizienter Anreize zur Einstellung, Weiterbeschäftigung und Ausbildung von den klar definierten Zielgruppen.

Fazit

Diese neuen Einstellungsprämien sind Teil eines Ganzen, ein kohärenter Baustein einer zukunftsorientierten Beschäftigungspolitik. Eine zielorientierte und bezahlbare Beschäftigungspolitik erreichen wir nur dann, wenn wir klare Regelwerke definieren und Bürokratie abbauen, die in diesem Bereich massiv vorhanden war. Parallel zu dieser Zielgruppenmaßnahmenreform wird auch die Reform der Freistellungen der Arbeitsuchenden zum Zweck einer Ausbildung  realisiert werden. Nur so können wir nachhaltig besser werden.

Um für die Menschen, die hier leben und arbeiten, und für die Arbeitgeber einen attraktiven Standort Ostbelgien zu gestalten, heißt das unumstößliche Ziel: Beschäftigung steigern und Fachkräfte sichern. Jetzt haben wir die Möglichkeit – packen wir es an!

Regierungserklärung „Beschäftigung steigern- Fachkräfte sichern“ in ganzer Länge